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Corona und der Aufstieg in die Dritte Liga

Bundesspielausschuss

Regionalligist VoR Paderborn spielt in der nächsten Saison drittklassig, Foto Joachim Schrick

Nachdem das Corona-Virus im März das sportliche Leben in den Stillstand gezwungen hat, hat der Volleyball-Verband kontinuierlich an einer Wiederaufnahme des Sporttreibens gearbeitet. Gemeinsam soll in der neuen Saison wieder am Ball trainiert und Ligen durchgeführt werden. Wir freuen uns, wenn es etwa auch in den Dritten Ligen wieder los geht, wenn auch unter ungewohnten anderen Umständen.

Claas Blume (TSV Giesen GRIZZLYS II, Regionalliga Nordwest Männer): „Wir wurden zwar nicht offiziell Meister und die offizielle Aufstiegsfeier musste abgesagt werden, aber wir konnten per Team-Chat ein wenig feiern und die Saison Revue passieren lassen, sowie den Blick auch schon nach vorne werfen. Alle sind heiß auf die kommende Saison und hoffen, dass sich die CORONA-Lage kontinuierlich bessert und die Saison starten kann.“

Abbruch und Wertung der Saison 2019/2020

Mit dem Saisonabbruch im März wurden vorzeitige Regelungen für die Wertung der Ligen sowie Auf- und Abstieg erarbeitet. Auch die Teams der Volleyball-Regionalligen trifft der plötzliche Lockdown und damit das Saison-Aus. Für diejenigen Teams für die rechnerisch der Aufstieg noch möglich gewesen wäre, stand durch das ungeplante Saison-Aus und den Regelungen zur Wertung der Saison nun die Möglichkeit der Antragstellung für die Dritte Liga im Raum.

Alexandros Sarmas (VoR Paderborn, Regionalliga West Frauen): „Nach dem abrupten Abbruch der Saison war sofort klar: Die Mannschaft will als Tabellenzweiter trotzdem aufsteigen! Der Antrag auf Liga 3 wurde frühzeitig eingereicht und wir fieberten dem Stichtag entgegen.“

Auch Marvin Hansmann (TuS Herten Volleyball, Regionalliga West Frauen) erinnert sich an kuriose Wochen im Frühjahr: „Nach dem Abbruch der Saison war die Entscheidung Dritte Liga/Regionalliga erst mal kein Thema, weil wir bei noch zwei ausstehenden Partien 6 Punkte hinter dem Tabellenführer standen. Das Thema Dritte Liga hatten wir unabhängig von Corona früher zwar vorab schon teamintern besprochen: Alle Spielerinnen, die jetzt weiter in der Regionalliga spielen, hätten auch in der Dritten Liga gespielt, weil der zeitliche Mehraufwand beim TuS Herten doch überschaubar gewesen wäre.“

In allen Vereinen wurde neben teaminternen Gesprächen auch in den Trainerteams und den Vorständen beraten. In den Entscheidungen bei den Vereinen standen vor allem die Konsequenzen für den Verein bzgl. Mehraufwand und Kosten im Vordergrund wie Marvin Hansmann erklärt: „Man muss abwägen: Kann der Verein das stemmen? Dafür haben wir sehr konkret die einzelnen Positionen gegenübergestellt. Im Vergleich zur Regionalliga bedeutet die Dritte Liga für uns: Etwa 1000km mehr Fahrtstrecken, ein weiterer Pflicht-Schiedsrichter und höhere Schiedsrichter-Aufwandsentschädigungen, mehr Ballroller und Wischer. Die Ausstattung des Teams und das Startgeld sind bspw. unabhängig von der Liga sehr ähnlich, deshalb keine besondere Berücksichtigung.“ 

Auch bei Norbert Homrighausen (VC 73 Freudenberg e.V., Regionalliga West Männer) erinnert sich: „Da die Mehrheit der Spieler dafür war die Chance trotzdem wahrzunehmen, war das Trainerteam überstimmt und stimmte dem Aufstieg zu. Auch weil der Trainer die Zusage vom Team bekam, bei einem direkten Abstieg als Team wieder in der Regionalliga weiterzuspielen. Wir gehen das Abenteuer DL jetzt positiv an und wollen alles versuchen, den Klassenerhalt zu schaffen, da dies für unsere Region Siegen/Olpe/Wittgenstein schon ein gewisses Prestige bedeutet.“

Mit großer Vorfreude in die Dritte Liga

Auch beim SV Prieros (Regionalliga Nordost Männer) ist die Vorfreude auf die neue Saison groß. Alex Kuhrt: „Aktuell brennen wir alle wieder an den Ball zu gehen, da die letzte wirkliche Balleinheit bereits vor fast vier Monaten her war. Leider ist bei uns aber die Trainingshalle bis Ende der Sommerferien sicher gesperrt, wodurch die Vorbereitungszeit recht kurz bzw. improvisiert ausfallen wird. Des Weiteren wird es glauben wir sehr interessant, ob die Saison reibungslos durchgeführt werden kann oder nicht: Vor allem bei einer möglichen zweiten Welle (Pausierung/Abbruch der Saison) oder andere Faktoren, die regionalbezogen „nur“ ein Team und nicht die ganze Liga betreffen.“

 „Große Erleichterung über den Aufstieg und das Abenteuer Dritte Liga“, wie etwa beim VC Osnabrück (Regionalliga Nordwest Frauen) und Freude wie etwa bei Alexandros Sarmas, (VoR Paderborn, Regionalliga West Frauen): „Nach den 80er Jahren, wird Paderborn erneut Bundesliga Stadt und Hochburg des Volleyballs. Wir sind wieder drittklassig! Unter anderen Umständen hätten sicherlich die Korken in der Heimathalle der Fürstenberg Realschule geknallt. So freuen sich alle Beteiligten. Im kleinen Kreis, dafür aber sicher nicht weniger. Auch die Aufstiegsfeier bleibt nur aufgeschoben und nicht aufgehoben.“

Zurück in die 2. Bundesliga

Auch für die Drittligisten war nach dem Saisonabbruch im März zunächst unklar, wie die Reise nach dem Sommer weitergeht. Aufstiegsregelungen sorgten auch hier bei einigen Teams für große Freude und die Möglichkeit zum Aufstieg in die Zweite Volleyball-Bundesliga. So etwa bei der TG Bad Soden.

Steffen Pfeiffer erinnert sich:

Nachdem alle Spiele der Vorrunde gewonnen wurden, gab es die ersten Überlegungen, im Falle einer möglichen Meisterschaft das Aufstiegsrecht evtl. wahrzunehmen. Die Verantwortlichen der Volleyballabteilung entschieden sich im Januar, an der Vorlizenzierung der VBL teilzunehmen. Ein Team von ehrenamtlichen Helfern bekam die Aufgabe, die erforderlichen Auflagen der VBL zu erfüllen. Da niemand mit einer solchen Saison rechnen konnte, musste man nun schnellstens neue Sponsoren finden, um die Mehrkosten für eine 2. Bundesligasaison zu generieren.

Als die Saison am 12. März endete, standen 16 Siegen nur einer einzigen Niederlage im Heimspiel gegen Mitkonkurrent VC Offenburg (2:3) gegenüber. Da weder der VC Offenburg noch der SV Sinsheim an der Vorlizenzierung teilgenommen hat, war in diesem Moment klar, dass man die Chance bekommen würde, in die 2. Bundesliga aufzusteigen.

Trotz der Covid-19 Pandemie sagten die treuen sowie einige neue Sponsoren der TG ihre weitere Unterstützung zu. Unter anderem half auch die Tatsache, dass die VBL das Datum zur Lizenzierung in den Mai verschob. Das Signal, den Aufstieg wahrnehmen zu wollen, war, als die VBL das Corona Hilfspaket auf den Weg gebracht hat, das die eine oder andere Erleichterung mit sich brachte.

Das gesamte Team steht voll hinter der Entscheidung und freut sich sehr, sich mit den Teams aus der 2. Bundesliga zu messen. Auch wenn man gerade nur in Kleingruppen trainieren kann, ist man bei der TG Bad Soden guter Dinge, dass die Saison wie geplant im September 2020 beginnen wird.

veröffentlicht am Montag, 24. August 2020 um 10:40; erstellt von Gäbler, Lars

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